
Bild © WDR
Beim renommierten Fernsehfilmfestival von Baden-Baden wurde das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebene Amok-Drama „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ gleich vier Mal ausgezeichnet: Gegen die elf Konkurrenten im Wettbewerb um den besten Fernsehfilm des Jahres setzte sich die WDR-Produktion beim 3sat-Zuschauerpreis ebenso durch wie beim Ranking der Studenten-Jury. Hauptdarsteller Ludwig Trepte erhielt einen Sonderpreis für seine herausragende darstellerische Leistung, und der Schriftsteller, Übersetzer, Kolumnist und Gelegenheits-Schauspieler Harry Rowohlt überreichte den Drehbuch-Autoren Eva Zahn und Volker A. Zahn des zweiten Sonderpreis des Abends. Die Begründung der Jury: „Neben überzeugenden und glaubwürdigen Figuren, einer komplexen Dramaturgie, einer gegenwärtigen Geschichte, die ohne didaktischen Ballast erzählt wird, überzeugt dieses äußerst gelungene Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn im Besonderen durch den lustvollen und genauen Umgang mit Sprache. Denn um sie geht es, die Sprache und ihre Wirkung:
In einem Hip-Hop Text kündigt der 17 jährige Oliver an, seine Lehrerin zu töten. Ihm wird zum Verhängnis, dass die
Erwachsenenwelt von seinem literarischen Text auf die
Wirklichkeit schliesst. In der Schlüsselszene des Films, in der sich Oliver und sein russischer Freund mit ihrer schroffen und verletzenden Dichtung gegenseitig anmachen und herabwürdigen, zeigt uns der Film, dass es sich um Spiel und Ritual handelt und nicht um sprachliche Ankündigung von gewalttätigen Handlungen. Am Ende wissen wir: Nicht Oliver verwechselt Realität und Fiktion, sondern die Anderen.“
„Ihr könnt euch niemals sicher sein“ hatte sich zuvor schon beim 13. „Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum“ gegen ein hochkarätig besetztes Konkurrentenfeld durchgesetzt und im Wettbewerb „Blickpunkt Deutschland“ den renommierten Preis der DEFA-Stiftung gewonnen. Der Film, so die Begründung der Jury, „beschreibt mit klaren Bildern die Ratlosigkeit einer Gesellschaft, die nach der Tragödie von Erfurt nicht genau weiß, wie sie mit Jugendlichen umgehen soll, die Gewalttaten androhen. Olivers Konflikte sind differenziert herausgearbeitet. Die Figur selbst ist sehr sensibel angelegt und wird von Ludwig Trepte überzeugend verkörpert.“
In einem Hip-Hop Text kündigt der 17 jährige Oliver an, seine Lehrerin zu töten. Ihm wird zum Verhängnis, dass die
Erwachsenenwelt von seinem literarischen Text auf die
Wirklichkeit schliesst. In der Schlüsselszene des Films, in der sich Oliver und sein russischer Freund mit ihrer schroffen und verletzenden Dichtung gegenseitig anmachen und herabwürdigen, zeigt uns der Film, dass es sich um Spiel und Ritual handelt und nicht um sprachliche Ankündigung von gewalttätigen Handlungen. Am Ende wissen wir: Nicht Oliver verwechselt Realität und Fiktion, sondern die Anderen.“
„Ihr könnt euch niemals sicher sein“ hatte sich zuvor schon beim 13. „Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum“ gegen ein hochkarätig besetztes Konkurrentenfeld durchgesetzt und im Wettbewerb „Blickpunkt Deutschland“ den renommierten Preis der DEFA-Stiftung gewonnen. Der Film, so die Begründung der Jury, „beschreibt mit klaren Bildern die Ratlosigkeit einer Gesellschaft, die nach der Tragödie von Erfurt nicht genau weiß, wie sie mit Jugendlichen umgehen soll, die Gewalttaten androhen. Olivers Konflikte sind differenziert herausgearbeitet. Die Figur selbst ist sehr sensibel angelegt und wird von Ludwig Trepte überzeugend verkörpert.“


Bild © Thomas Kost
3, 79 Millionen Zuschauer schalteten am 22. Oktober den Fernseher ein, als sich Ludwig Trepte in der Rolle des 17-jährigen Oliver Rother verzweifelt gegen den Verdacht erwehren musste, ein Blutbad an seiner Schule anrichten zu wollen. Während sich der Zuspruch des Gesamt-Publikums für „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ in Grenzen hielt (12, 2 Prozent Marktanteil), lockte das Drama überdurchschnittlich viele junge Zuschauer vor den Fernseher. Und die Film-Kritiker stimmten beinahe einmütig imposante Lobeshymnen an.
„Auch wenn Marcel Reich-Ranicki und Elke Heidenreich sich das jetzt nicht recht vorstellen können“, schrieb die WELT, „und vielleicht wirklich daran glauben, dass jeder Erzählstoff automatisch vor die Hunde geht, wenn er sich statt zwischen zwei Buchdeckel auf einen flachen Bildschirm wagt: Sie existieren sogar im Fernsehen, die Momente, in denen soziale Wirklichkeit künstlerisch überzeugend verarbeitet wird und sich Talente auf beglückende Weise offenbaren. Es gibt sie zu selten, aber sie sind da.(…) Dieser Film ist keine reißerische Billigware von der Stange, sondern eine reiflich überlegte, sorgfältig inszenierte und exzellent gespielte Studie über die schleichende, aber urplötzlich bedrohlich evidente Entfremdung zwischen den Generationen. (…)Das Besondere an diesem Film ist das Gleichgewicht, das Nicole Weegmann (Regie), Eva und Volker A. Zahn (Buch) damit halten. Einerseits artikulieren sie Olivers Drang nach Selbstfindung und Abgrenzung („Ich habe keine Lust, wie ein enthirnter Klon zu funktionieren.“), der sich wie bei vielen Jugendlichen konträr zum starken Bedürfnis nach Verständnis und Vertrauen entwickelt. Doch deshalb stehen die Älteren hier noch lange nicht als Vertreter einer ignoranten und hysterischen Spießerwelt am Pranger. Die schlimmsten Befürchtungen erscheinen nach den Katastrophen von Littleton, Erfurt oder zuletzt in Finnland durchaus legitim. Olivers Vorliebe für widerwärtige Computerspiele muss hier nicht als eindimensionale Begründung für Gewaltfantasien herhalten, sondern dient vor allem dazu, das Ausmaß des gegenseitigen Unverständnisses zu illustrieren.“
„Manchmal ist die Realität so tragisch, dass ein ernsthafter Film sie fast nicht mehr einholen kann“, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Aber „Olivers Geschichte gewinnt gerade deshalb an Intensität, weil sie nicht versucht, die Grenzen des Vorstellbaren zu sprengen. Sie erzählt von einem Jugendlichen mit ganz normalen Problemen. Doch wer kann sich darin schon sicher sein?“
Dies sei „kein Film über Erfurt und Emsdetten, sondern über die Angst danach“, befindet der Berliner TAGESSPIEGEL. „Es gibt keinen Amoklauf, sondern einen einsamen, sensiblen Jugendlichen, der in manchmal gewalttätige Träume flüchtet, und verunsicherte, hilflose Erwachsene, die zu der Welt des 17-Jährigen keinen Zugang finden. Eigentlich also eine moderne Sturm-und-Drang-Geschichte, und das Autoren-Paar Eva und Volker A. Zahn erlauben sich auch einige Querverweise auf Goethe und Plenzdorf. Die Lehrerin gibt Oliver eine Sechs, weil er „Die Leiden des jungen Werthers“ in Rap-Form interpretiert hat. Der junge Mann ist eine Art verhinderter Künstler wie der Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“. Und Olivers unglückliche Liebe an der neuen Schule heißt natürlich Charlotte. Doch Oliver will im Gegensatz zu Goethes Werther, der sich wegen Lotte selbst erschoss, lieber der Lehrerschaft an die Gurgel – wenn man seine extremen Texte wörtlich nimmt. Und wer kann dies den Lehrern verdenken, die sich auch im Sinne der Sicherheit der ihnen anvertrauten Schüler keinen Fehler erlauben dürfen? Aber wird hier ein heranwachsender Mensch nicht etwas leichtfertig stigmatisiert? Oliver rutscht immer tiefer in den Schlamassel, ein wenig Halt findet er bei Charlotte und beim Deutschrussen Micha. Die Stärke des Films ist, dass er die Welt nicht in Gut und Böse teilt und die Motive aller Beteiligten differenziert darstellt.“
Von einem „Vorzeigeprodukt für anspruchsvolle Filmunterhaltung“ schwärmt der Branchendienst FUNKKORRESPONDENZ, und für den SPIEGEL ist „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ ein „eindrucksvolles, bedrückendes Drama, das die mögliche Bedrohung durch
jugendliche Amokläufer ebenso wenig verharmlost wie die dramatischen Folgen kollektiver Hysterie.“
Die BERLINER ZEITUNG resümiert: „Nicole Weegmanns Film, der das kluge Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn kongenial umsetzt, schafft eine Atmosphäre, in der jede Figur Verständnis verdient und zugleich für die eigenen Fehler haftbar gemacht werden kann. Für jede Frage des Zuschauers findet der Film eine glaubwürdige Antwort. Und doch bleibt am Ende die Frage: Hätte es keinen anderen Ausweg gegeben? (…) Ein Film mit diesem brisanten Thema hätte auch zu einem prätentiösen Ärgernis oder einer psychologischen Banalität verhunzt werden können. So aber ist es gutes und wichtiges Fernsehen geworden.“
„Auch wenn Marcel Reich-Ranicki und Elke Heidenreich sich das jetzt nicht recht vorstellen können“, schrieb die WELT, „und vielleicht wirklich daran glauben, dass jeder Erzählstoff automatisch vor die Hunde geht, wenn er sich statt zwischen zwei Buchdeckel auf einen flachen Bildschirm wagt: Sie existieren sogar im Fernsehen, die Momente, in denen soziale Wirklichkeit künstlerisch überzeugend verarbeitet wird und sich Talente auf beglückende Weise offenbaren. Es gibt sie zu selten, aber sie sind da.(…) Dieser Film ist keine reißerische Billigware von der Stange, sondern eine reiflich überlegte, sorgfältig inszenierte und exzellent gespielte Studie über die schleichende, aber urplötzlich bedrohlich evidente Entfremdung zwischen den Generationen. (…)Das Besondere an diesem Film ist das Gleichgewicht, das Nicole Weegmann (Regie), Eva und Volker A. Zahn (Buch) damit halten. Einerseits artikulieren sie Olivers Drang nach Selbstfindung und Abgrenzung („Ich habe keine Lust, wie ein enthirnter Klon zu funktionieren.“), der sich wie bei vielen Jugendlichen konträr zum starken Bedürfnis nach Verständnis und Vertrauen entwickelt. Doch deshalb stehen die Älteren hier noch lange nicht als Vertreter einer ignoranten und hysterischen Spießerwelt am Pranger. Die schlimmsten Befürchtungen erscheinen nach den Katastrophen von Littleton, Erfurt oder zuletzt in Finnland durchaus legitim. Olivers Vorliebe für widerwärtige Computerspiele muss hier nicht als eindimensionale Begründung für Gewaltfantasien herhalten, sondern dient vor allem dazu, das Ausmaß des gegenseitigen Unverständnisses zu illustrieren.“
„Manchmal ist die Realität so tragisch, dass ein ernsthafter Film sie fast nicht mehr einholen kann“, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Aber „Olivers Geschichte gewinnt gerade deshalb an Intensität, weil sie nicht versucht, die Grenzen des Vorstellbaren zu sprengen. Sie erzählt von einem Jugendlichen mit ganz normalen Problemen. Doch wer kann sich darin schon sicher sein?“
Dies sei „kein Film über Erfurt und Emsdetten, sondern über die Angst danach“, befindet der Berliner TAGESSPIEGEL. „Es gibt keinen Amoklauf, sondern einen einsamen, sensiblen Jugendlichen, der in manchmal gewalttätige Träume flüchtet, und verunsicherte, hilflose Erwachsene, die zu der Welt des 17-Jährigen keinen Zugang finden. Eigentlich also eine moderne Sturm-und-Drang-Geschichte, und das Autoren-Paar Eva und Volker A. Zahn erlauben sich auch einige Querverweise auf Goethe und Plenzdorf. Die Lehrerin gibt Oliver eine Sechs, weil er „Die Leiden des jungen Werthers“ in Rap-Form interpretiert hat. Der junge Mann ist eine Art verhinderter Künstler wie der Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“. Und Olivers unglückliche Liebe an der neuen Schule heißt natürlich Charlotte. Doch Oliver will im Gegensatz zu Goethes Werther, der sich wegen Lotte selbst erschoss, lieber der Lehrerschaft an die Gurgel – wenn man seine extremen Texte wörtlich nimmt. Und wer kann dies den Lehrern verdenken, die sich auch im Sinne der Sicherheit der ihnen anvertrauten Schüler keinen Fehler erlauben dürfen? Aber wird hier ein heranwachsender Mensch nicht etwas leichtfertig stigmatisiert? Oliver rutscht immer tiefer in den Schlamassel, ein wenig Halt findet er bei Charlotte und beim Deutschrussen Micha. Die Stärke des Films ist, dass er die Welt nicht in Gut und Böse teilt und die Motive aller Beteiligten differenziert darstellt.“
Von einem „Vorzeigeprodukt für anspruchsvolle Filmunterhaltung“ schwärmt der Branchendienst FUNKKORRESPONDENZ, und für den SPIEGEL ist „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ ein „eindrucksvolles, bedrückendes Drama, das die mögliche Bedrohung durch
jugendliche Amokläufer ebenso wenig verharmlost wie die dramatischen Folgen kollektiver Hysterie.“
Die BERLINER ZEITUNG resümiert: „Nicole Weegmanns Film, der das kluge Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn kongenial umsetzt, schafft eine Atmosphäre, in der jede Figur Verständnis verdient und zugleich für die eigenen Fehler haftbar gemacht werden kann. Für jede Frage des Zuschauers findet der Film eine glaubwürdige Antwort. Und doch bleibt am Ende die Frage: Hätte es keinen anderen Ausweg gegeben? (…) Ein Film mit diesem brisanten Thema hätte auch zu einem prätentiösen Ärgernis oder einer psychologischen Banalität verhunzt werden können. So aber ist es gutes und wichtiges Fernsehen geworden.“


Bild © Tobias Schult
Am 9. Januar 2009 zeigt das ZDF ein 90-minütiges Special der erfolgreichen Krimiserie „Soko Leipzig“. In dem von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebenen Film „Verloren in Afrika“ sucht Kommissar Patrick Grimm (Tyron Ricketts, Foto) nach seinem angeblich todkranken Vater und gerät dabei in tödliche Gefahr. Der Mix aus Krimi, Familiendrama und Roadmovie wurde von Axel Barth in Leipzig und Namibia inszeniert, in Episodenrollen sind u. a. Günther Kaufmann, Nina Petri, Jonathan Kinsler und Christoph Grunert zu sehen.
Und darum geht es: Soko-Kommissar Patrick Grimm bekommt einen überraschenden Anruf aus Namibia und erfährt, dass sein Vater Antonio (Günter Kaufmann), der die DDR vor beinahe dreißig Jahren verlassen hatte, im Sterben liegt. Patrick beschließt, nach Afrika zu reisen, um von seinem Vater Abschied zu nehmen.
Beinahe zeitgleich mit seinem Abflug wird auf dem Leipziger Flughafen ein Mann ermordet. Er heißt Robert Schiller, war für eine Wohltätigkeitsorganisation tätig – und kam aus Windhuk, Namibia…
Patrick wird schon bald feststellen, dass er vom besten Freund seines Vaters, Utoni Carneba (Jonathan Kinsler), bewusst nach Afrika gelockt wurde. Patricks Vater ist untergetaucht und erpresst Utoni, der mit raffinierten Betrugsgeschäften sein Geld verdient.
Patrick Grimm ist Utonis Faustpfand, er soll sterben, wenn sein Vater die Erpressung nicht beendet.
Der Kommissar kann jedoch von Utonis Farm fliehen und macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Das Wiedersehen findet unter dramatischen Vorzeichen statt, weil die beiden Männer hartnäckig verfolgt und mit dem Leben bedroht werden.
Zu Fuß und mit dem Auto fliehen sie quer durch Namibia.
Wie die Hauptkommissare Hajo Trautzschke und Ina Zimmermann ermitteln, hängt auch der Mord an Robert Schiller mit den Vorfällen in Afrika zusammen, sie jagen in Leipzig den Mörder, der offensichtlich im Auftrag von Utoni Carneba gehandelt hat.Jan Maybach fliegt nach Namibia, um seinen Kollegen zu finden.
Patrick und sein Vater müssen auf ihrer Flucht nicht nur ihre hartnäckigen Verfolger abschütteln, sie müssen sich auch ganz neu kennen lernen. Sie geraten immer wieder aneinander, sie entdecken aber auch Gemeinsamkeiten und trotzen zusammen der Gefahr, die von Utonis Männern ausgeht.
Jan Maybach wird bei der Suche nach Patrick von einem namibischen Polizei-Kollegen unterstützt. Auch Martina Baumann (Nina Petri), eine in Windhuk lebende Deutsche, die von Utoni betrogen und finanziell ruiniert wurde, will Jan helfen, und sie warnt ihn eindringlich davor, mit der namibischen Polizei zu kooperieren.
Tatsächlich haben nicht alle vermeintlichen Helfer im Sinn, Patrick und seinen Vater zu retten, und so kommt es schließlich in der Hafenstadt Walvis Bay zu einem dramatischen Showdown…
Und darum geht es: Soko-Kommissar Patrick Grimm bekommt einen überraschenden Anruf aus Namibia und erfährt, dass sein Vater Antonio (Günter Kaufmann), der die DDR vor beinahe dreißig Jahren verlassen hatte, im Sterben liegt. Patrick beschließt, nach Afrika zu reisen, um von seinem Vater Abschied zu nehmen.
Beinahe zeitgleich mit seinem Abflug wird auf dem Leipziger Flughafen ein Mann ermordet. Er heißt Robert Schiller, war für eine Wohltätigkeitsorganisation tätig – und kam aus Windhuk, Namibia…
Patrick wird schon bald feststellen, dass er vom besten Freund seines Vaters, Utoni Carneba (Jonathan Kinsler), bewusst nach Afrika gelockt wurde. Patricks Vater ist untergetaucht und erpresst Utoni, der mit raffinierten Betrugsgeschäften sein Geld verdient.
Patrick Grimm ist Utonis Faustpfand, er soll sterben, wenn sein Vater die Erpressung nicht beendet.
Der Kommissar kann jedoch von Utonis Farm fliehen und macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Das Wiedersehen findet unter dramatischen Vorzeichen statt, weil die beiden Männer hartnäckig verfolgt und mit dem Leben bedroht werden.
Zu Fuß und mit dem Auto fliehen sie quer durch Namibia.
Wie die Hauptkommissare Hajo Trautzschke und Ina Zimmermann ermitteln, hängt auch der Mord an Robert Schiller mit den Vorfällen in Afrika zusammen, sie jagen in Leipzig den Mörder, der offensichtlich im Auftrag von Utoni Carneba gehandelt hat.Jan Maybach fliegt nach Namibia, um seinen Kollegen zu finden.
Patrick und sein Vater müssen auf ihrer Flucht nicht nur ihre hartnäckigen Verfolger abschütteln, sie müssen sich auch ganz neu kennen lernen. Sie geraten immer wieder aneinander, sie entdecken aber auch Gemeinsamkeiten und trotzen zusammen der Gefahr, die von Utonis Männern ausgeht.
Jan Maybach wird bei der Suche nach Patrick von einem namibischen Polizei-Kollegen unterstützt. Auch Martina Baumann (Nina Petri), eine in Windhuk lebende Deutsche, die von Utoni betrogen und finanziell ruiniert wurde, will Jan helfen, und sie warnt ihn eindringlich davor, mit der namibischen Polizei zu kooperieren.
Tatsächlich haben nicht alle vermeintlichen Helfer im Sinn, Patrick und seinen Vater zu retten, und so kommt es schließlich in der Hafenstadt Walvis Bay zu einem dramatischen Showdown…


Bild © ZDF
Am 5. Januar 2009 wiederholt Premiere Krimi um 20, 15 Uhr noch einmal den ersten Film, den Eva Zahn und Volker A. Zahn für die preisgekrönte ZDF-Reihe „Bella Block“ geschrieben haben. Anlässlich der Erstausstrahlung vermerkte die Berliner „tageszeitung“: „Keine Hatz und schon gar kein Halali. Der Titel „Auf der Jagd“ setzt auf eine falsche Fährte. Ursprünglich sollte Bella Blocks fünfter Fall „Im dunklen Wald“ heißen. Das hatte was. Nicht nur, weil dort die grausamen Verbrechen verübt wurden, mit denen sie diesmal konfrontiert wird. Sondern, weil die unerläßliche Draufsicht auf „diesen verdammten Scheißwald“ vor den Toren Hamburgs, eingangs durch großzügige Kamerafahrten über die Baumwipfel symbolisiert, sich als trügerisch erweist. Unten, in Dorf und Gehölz, will sich das Dunkel um die Überreste eines vermissten Ehepaares nicht lichten. Im Gegenteil, nur ein paar hundert Bäume entfernt wird ein zweites Paar tot aufgefunden. Und dem kleinen Sohn der Toten hatte Frau Block recht gegeben, als der sie beschimpfte, versagt zu haben. Doch darüber zu philosophieren, dass man immer zu spät kommt, ist der Kommissarin Sache nicht; sie tut ihre Arbeit, bestimmt, knapp, fast lakonisch. Und wütend. Sie ist auf dem Holzweg, weiß es, verhaftet immer wieder einen Falschen, „weil ich den Richtigen nicht kriegen kann„, und bricht, ganz allein im Dorfgasthof, in Tränen aus. Wie Hannelore Hoger diese, ihre Bella Block erneut um Facetten bereichert, ist bewunderungswürdig: Die herb-süße Liebesgeschichte mit einem Literaturprofessor – für den Plot irrelevant, für die Figur unabdingbar – wird so beiläufig absolviert, daß dem Assistenten beim Morgenrapport fast das Marmeladenbrötchen aus dem Gesicht fällt. Die fortschreitende Emanzipation der Emanzipierten von Doris Gerckes Romanheldin lag den Drehbuchautoren Eva und Volker A. Zahn offenbar am Herzen. Bellas bekannt knappe Dialoge und ihre Methode der simplen Gegenfrage fallen durch große Präzision auf. Die Zahns lassen den grausigen Tathergang im Wald mit Bellas Assistenten nachstellen, und die gleichzeitige Erörterung der Vorgänge verfremdet das Ungeheuer1iche – zumal in Markus Imbodens schön stiller Inszenierung.“


Bild © Dirk Dunkelberg
Über vier Millionen Zuschauer (Marktanteil 17, 1 Prozent) verfolgten am Samstagabend das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschrieben Krimi- und Familiendrama „Verkauft und verraten“ aus der ZDF-Reihe „Das Duo“. Unter der Regie von Marcus Weiler spielten neben Lisa Martinek und Charlotte Schwab u. a. Corinna Harfouch (Foto), Paula Kalenberg, Adrian Topol, Michael Wenninger und Rolf Becker.
Auch den meisten TV-Kritikern gefiel der Film. „Manchmal entpuppt sich ein ganz normaler Samstagabendkrimi als ungewöhnlich fesselnder Film“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“, und die Berliner TAZ sekundiert: „Der Fall ist hart an der Realität entlang gestrickt: Ein insolventes Hotel vom Stil moderner Schlichtbau muss verkauft werden. Der Besitzer verhandelt mit einem Rechtsaußenanwalt, aus dem Objekt soll ein Schulungszentrum für Neonazis werden.
Doch hier enden die Parallelen mit Delmenhorst: Wir sind in Lübeck, die Ermittlerinnen heißen Marion Ahrens und Clara Hertz, und der Hotelier liegt plötzlich erschossen neben dem pfändungsbedrohten Porsche in der Tiefgarage. Was sich dann entfaltet, ist ein Familienbild - so faszinierend wie bedrückend: Die Mutter, die sich zuletzt nur um die an einer seltenen Krankheit leidende Tochter kümmern konnte. Die beiden anderen Kinder, Antipoden in der politischen Auseinandersetzung um den Hotelverkauf - er pseudo-rechts, sie Antifa. Und über allem der tote Vater, der ein liebevoll verbohrter Hallodri war. Corinna Harfouch als Mutter dominiert ihn mit einer atemberaubenden Brillanz.“
Das Branchen-Magazin „Blickpunkt:Film“ schreibt: „2006 sorgte der geplante Verkauf eines Hotels in Delmenhorst bundesweit für Schlagzeilen, weil es von Rechtsradikalen in ein Schulungszentrum umgewandelt werden sollte. Dieser Skandal könnte eine der Inspirationsquellen des Autorenduos Eva Zahn und Volker A. Zahn bei dem Drehbuch zu „Das Duo - Verkauft und verraten“ gewesen sein: der Hotelier Kaspar Mundorf wird ermordet. Dass er sein Hotel an Rechtsextreme verkaufen wollte, ist das schlagende Motiv für den Mord. Die Kommissarinnen Marion Ahrens und Clara Hertz ermitteln dennoch in verschiedene Richtungen und stoßen nicht nur auf einen Erpressungsfall, sondern auch auf eine schicksalhafte Familiengeschichte, in deren Zentrum die Hoteliersgattin Anna (Corinna Harfouch) steht. „Das Duo“ setzt weniger auf Spannung, als auf das intensive Entblättern des Falles. Dabei ist Corinna Harfouch die zentrale Figur. Wie sie nach dem Tod ihrer lange erkrankten Tochter und ihres Mannes aus einem Schock aufzuwachen scheint, erstmals wieder ihre anderen Kinder und deren Probleme wahrnimmt und sich dünnhäutig, aber entschlossen dem Schicksal stellt, ist wirklich sehenswert.“
„Stark“ urteilt auch der „Stern“ kurz und knapp über das Krimi-Drama, und die Zeitschrift „Gong“ resümiert: „Rechtsextremismus ist oft eine schleichende Gefahr, und so wird sie hier auch dargestellt: leise, kaum Parolen, ohne Klischees.“
Auch den meisten TV-Kritikern gefiel der Film. „Manchmal entpuppt sich ein ganz normaler Samstagabendkrimi als ungewöhnlich fesselnder Film“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“, und die Berliner TAZ sekundiert: „Der Fall ist hart an der Realität entlang gestrickt: Ein insolventes Hotel vom Stil moderner Schlichtbau muss verkauft werden. Der Besitzer verhandelt mit einem Rechtsaußenanwalt, aus dem Objekt soll ein Schulungszentrum für Neonazis werden.
Doch hier enden die Parallelen mit Delmenhorst: Wir sind in Lübeck, die Ermittlerinnen heißen Marion Ahrens und Clara Hertz, und der Hotelier liegt plötzlich erschossen neben dem pfändungsbedrohten Porsche in der Tiefgarage. Was sich dann entfaltet, ist ein Familienbild - so faszinierend wie bedrückend: Die Mutter, die sich zuletzt nur um die an einer seltenen Krankheit leidende Tochter kümmern konnte. Die beiden anderen Kinder, Antipoden in der politischen Auseinandersetzung um den Hotelverkauf - er pseudo-rechts, sie Antifa. Und über allem der tote Vater, der ein liebevoll verbohrter Hallodri war. Corinna Harfouch als Mutter dominiert ihn mit einer atemberaubenden Brillanz.“
Das Branchen-Magazin „Blickpunkt:Film“ schreibt: „2006 sorgte der geplante Verkauf eines Hotels in Delmenhorst bundesweit für Schlagzeilen, weil es von Rechtsradikalen in ein Schulungszentrum umgewandelt werden sollte. Dieser Skandal könnte eine der Inspirationsquellen des Autorenduos Eva Zahn und Volker A. Zahn bei dem Drehbuch zu „Das Duo - Verkauft und verraten“ gewesen sein: der Hotelier Kaspar Mundorf wird ermordet. Dass er sein Hotel an Rechtsextreme verkaufen wollte, ist das schlagende Motiv für den Mord. Die Kommissarinnen Marion Ahrens und Clara Hertz ermitteln dennoch in verschiedene Richtungen und stoßen nicht nur auf einen Erpressungsfall, sondern auch auf eine schicksalhafte Familiengeschichte, in deren Zentrum die Hoteliersgattin Anna (Corinna Harfouch) steht. „Das Duo“ setzt weniger auf Spannung, als auf das intensive Entblättern des Falles. Dabei ist Corinna Harfouch die zentrale Figur. Wie sie nach dem Tod ihrer lange erkrankten Tochter und ihres Mannes aus einem Schock aufzuwachen scheint, erstmals wieder ihre anderen Kinder und deren Probleme wahrnimmt und sich dünnhäutig, aber entschlossen dem Schicksal stellt, ist wirklich sehenswert.“
„Stark“ urteilt auch der „Stern“ kurz und knapp über das Krimi-Drama, und die Zeitschrift „Gong“ resümiert: „Rechtsextremismus ist oft eine schleichende Gefahr, und so wird sie hier auch dargestellt: leise, kaum Parolen, ohne Klischees.“


