

Bild © WDR
Nur 1, 9 Millionen Zuschauer wollten den nach einem Drehbuch von Eva Zahn und Volker A. Zahn von Torsten C. Fischer inszenierten TV-Film „Schurkenstück“ am 18. August in der ARD sehen. In der Produktion der Kölner greenskyfilms spielen u. a. Katharina Schüttler, Franz Dinda, Sebastian Urzendowsky und Oliver Korittke.
Das Knast-Drama erzählt die Geschichte eines waghalsigen Projekts: Sechs jugendliche Strafgefangene sollen zusammen mit einer renommierten Theater-Regisseurin Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ zur Aufführung bringen. Das Aufeinandertreffen von Hochkultur und Gefängnis-Alltag birgt große Risiken und kleine Chancen, die Regisseurin (Katharina Schüttler, Foto links, mit Oliver Korittke) und das Ensemble müssen sich gegen zahlreiche innere und äußere Widerstände durchsetzen, und für einen der Gefangenen entpuppt sich das Theaterstück als ein Spiel um Leben und Tod…
Die Einschalt-Quote war enttäuschend, aber die Kritiker gingen umso leidenschaftlicher zur Sache. Der Film polarisierte enorm, es gab fast nur gut oder schlecht, schwarz oder weiß, kaum Grautöne, und der ein oder andere Kollege aus der Print-Abteilung verlor vor lauter Eifer und Aufregung beinahe den Überblick. Etwas halbstark rhabarbert ein Schreiber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gegen die „politische Korrektheit“, die der Film verströme, und resümiert eher diffus und im Brustton eines konservativen Politikers: „Solche Theaterprojekte gibt es wirklich, und ihre Trefferquote mag gar nicht schlecht sein. Beides aber macht diesen Film nicht besser und löst auch nicht die gesellschaftlichen Probleme bei der Wiedereingliederung kriminell gewordener Jugendlicher. Und die sind ja wohl der Kern des Stoffs.“
Auch die ansonsten eher treffsichere Claudia Wick polemisiert in der „Berliner Zeitung“ gegen die „sozialliberale Märchenbotschaft“ des Films und nennt das Stück, das der Kritiker Tilmann P. Gangloff wegen seiner drastischen und ungeschönten Knast-Szenen in den „Vorhof der Hölle“ verortet, ein „kitschiges TV-Märchen“. Rühriger wird es nur in der „Süddeutschen Zeitung“, deren Autorin allen Ernstes fragt: „Komödie oder eher Sozialdrama für Charakterdarsteller?“ Mutmaßlich neigt sie zu Letzterem, weil: „Es gibt nämlich keine tierisch spaßige Knastklamotte, die noch dazu ernsthaft sein kann.“
Auf die Seite der „Schurkenstück“-Fans schlagen sich außer Tilmann P. Gangloff (vollständige Kritik unter „Pressestimmen“) auch der mehrmalige Grimme-Preis-Juror Rainer Tittelbach („von eindrucksvoller Intensität“) und Thomas Gehringer vom Berliner „Tagesspiegel“: Sein Fazit: „Mit „Schurkenstück“ beweist das Autorenpaar Eva und Volker A. Zahn einmal mehr, dass sich aus dem Aufprall unterschiedlicher Welten spannendes, relevantes und zeitgemäßes Fernsehen entwickeln lässt. (…) Ein nuancenreicher Film, der weniger ein Schurken- als ein Glanzstück des Fernsehens ist.“ Und Torsten Körner schreibt im Branchenmagazin „Funkkorrespondenz“: „Der Film „Schurkenstück“ zieht uns von der ersten Minute in seinen Bann, schürt Spannung, hält uns bei der Stange, lässt uns mitfühlen und mithoffen, er versetzt unserer wohlgehüteten Lebenswirklichkeit kleine Schläge, pufft uns, drängt uns, das Eigene, den Kokon aus Alltag, Beruf, Geld und Normalo-Glück, nicht als das Selbstverständliche anzusehen. (…) Dabei kommt dem Regisseur das gut recherchierte und sorgsam aufgestellte Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn zugute, ein Autorenpaar, das oft genug engagiert, einfühlsam und eigenwillig erzählt. (…) Wer will, kann diesen Film als kleine Schulung zum tieferen Sehen und Verstehen annehmen. Jeder hat einen zweiten, dritten, vierten Blick verdient, denn bei manchen kann man sich nie sicher sein, wer sie sind, wohin sie gehen und ob sie unsere Blickbemühungen verdienen. Der Film hat es jedenfalls verdient, mit allen wachen Sinnen gesehen zu werden. Sicherlich einer der Höhepunkte des Fernsehjahres 2010.“
Übrigens: Wer den Film verpasst hat, kann ihn sich noch einmal auf dem Digitalkanal einsfestival anschauen. Genaue Sendertermine unter http://www.einsfestival.de/film_serie/highlights/2010/kw_34/schurkenstueck.jsp
Das Knast-Drama erzählt die Geschichte eines waghalsigen Projekts: Sechs jugendliche Strafgefangene sollen zusammen mit einer renommierten Theater-Regisseurin Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ zur Aufführung bringen. Das Aufeinandertreffen von Hochkultur und Gefängnis-Alltag birgt große Risiken und kleine Chancen, die Regisseurin (Katharina Schüttler, Foto links, mit Oliver Korittke) und das Ensemble müssen sich gegen zahlreiche innere und äußere Widerstände durchsetzen, und für einen der Gefangenen entpuppt sich das Theaterstück als ein Spiel um Leben und Tod…
Die Einschalt-Quote war enttäuschend, aber die Kritiker gingen umso leidenschaftlicher zur Sache. Der Film polarisierte enorm, es gab fast nur gut oder schlecht, schwarz oder weiß, kaum Grautöne, und der ein oder andere Kollege aus der Print-Abteilung verlor vor lauter Eifer und Aufregung beinahe den Überblick. Etwas halbstark rhabarbert ein Schreiber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gegen die „politische Korrektheit“, die der Film verströme, und resümiert eher diffus und im Brustton eines konservativen Politikers: „Solche Theaterprojekte gibt es wirklich, und ihre Trefferquote mag gar nicht schlecht sein. Beides aber macht diesen Film nicht besser und löst auch nicht die gesellschaftlichen Probleme bei der Wiedereingliederung kriminell gewordener Jugendlicher. Und die sind ja wohl der Kern des Stoffs.“
Auch die ansonsten eher treffsichere Claudia Wick polemisiert in der „Berliner Zeitung“ gegen die „sozialliberale Märchenbotschaft“ des Films und nennt das Stück, das der Kritiker Tilmann P. Gangloff wegen seiner drastischen und ungeschönten Knast-Szenen in den „Vorhof der Hölle“ verortet, ein „kitschiges TV-Märchen“. Rühriger wird es nur in der „Süddeutschen Zeitung“, deren Autorin allen Ernstes fragt: „Komödie oder eher Sozialdrama für Charakterdarsteller?“ Mutmaßlich neigt sie zu Letzterem, weil: „Es gibt nämlich keine tierisch spaßige Knastklamotte, die noch dazu ernsthaft sein kann.“
Auf die Seite der „Schurkenstück“-Fans schlagen sich außer Tilmann P. Gangloff (vollständige Kritik unter „Pressestimmen“) auch der mehrmalige Grimme-Preis-Juror Rainer Tittelbach („von eindrucksvoller Intensität“) und Thomas Gehringer vom Berliner „Tagesspiegel“: Sein Fazit: „Mit „Schurkenstück“ beweist das Autorenpaar Eva und Volker A. Zahn einmal mehr, dass sich aus dem Aufprall unterschiedlicher Welten spannendes, relevantes und zeitgemäßes Fernsehen entwickeln lässt. (…) Ein nuancenreicher Film, der weniger ein Schurken- als ein Glanzstück des Fernsehens ist.“ Und Torsten Körner schreibt im Branchenmagazin „Funkkorrespondenz“: „Der Film „Schurkenstück“ zieht uns von der ersten Minute in seinen Bann, schürt Spannung, hält uns bei der Stange, lässt uns mitfühlen und mithoffen, er versetzt unserer wohlgehüteten Lebenswirklichkeit kleine Schläge, pufft uns, drängt uns, das Eigene, den Kokon aus Alltag, Beruf, Geld und Normalo-Glück, nicht als das Selbstverständliche anzusehen. (…) Dabei kommt dem Regisseur das gut recherchierte und sorgsam aufgestellte Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn zugute, ein Autorenpaar, das oft genug engagiert, einfühlsam und eigenwillig erzählt. (…) Wer will, kann diesen Film als kleine Schulung zum tieferen Sehen und Verstehen annehmen. Jeder hat einen zweiten, dritten, vierten Blick verdient, denn bei manchen kann man sich nie sicher sein, wer sie sind, wohin sie gehen und ob sie unsere Blickbemühungen verdienen. Der Film hat es jedenfalls verdient, mit allen wachen Sinnen gesehen zu werden. Sicherlich einer der Höhepunkte des Fernsehjahres 2010.“
Übrigens: Wer den Film verpasst hat, kann ihn sich noch einmal auf dem Digitalkanal einsfestival anschauen. Genaue Sendertermine unter http://www.einsfestival.de/film_serie/highlights/2010/kw_34/schurkenstueck.jsp


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Viele Kritiker, die das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebene Knastdrama „Schurkenstück“ gesehen haben, sind schlichtweg begeistert. Hier eine Auswahl der positiven Kritiken:
Im Berliner „Tagesspiegel“ schreibt Thomas Gehringer: „Mit „Schurkenstück“ beweist das Autorenpaar Eva und Volker A. Zahn einmal mehr, dass sich aus dem Aufprall unterschiedlicher Welten spannendes, relevantes und zeitgemäßes Fernsehen entwickeln lässt. In „Ihr sollt euch niemals sicher sein“ (Grimme-Preis 2009), einem Film über einen vermeintlichen Amokläufer an einer Schule, war es der Konflikt der Generationen. In „Schurkenstück“ erscheint die Lage noch aussichtsloser. (…) Etwas für Theater-Feinschmecker ist die Tatsache, dass Lars Eidinger, wie Schüttler ein Star der Berliner Schaubühne, Fannys Lebensgefährten spielt. Die wichtigere Nebenrolle meistert allerdings Oliver Korittke. Er gibt den Sozialarbeiter Peter Kilian, der im Knast Fanny Dannewalds Ansprechpartner ist, ihr den Rücken freihält, gelegentlich den Kopf wäscht und wohl auch sonst noch gerne einiges für sie tun würde. Aber das ist nicht mehr als eine Andeutung in diesem nuancenreichen Film, der weniger ein Schurken- als ein Glanzstück des Fernsehens ist.“
Der Medienjournalist und mehrmalige Grimme-Preis-Juror Rainer Tittelbach schreibt in seinem Internetdienst tittelbach.tv („Der Fernsehfilm-Beobachter“): „Schurkenstück spiegelt nicht nur Wirklichkeit, sondern ist auch und vor allem ein Film, der mit den Mitteln des Kammerspiels und Ensemblestücks eine eindrucksvolle Intensität erreicht. Ein Blick in die Gesichter, die klare Choreographie des Raums, das Spiel mit Licht und Schatten auf der Seele – so können gespielte Theaterproben hoch spannend werden. Das „Auflösungssystem“ von Regisseur Torsten C. Fischer passt. Dramaturgisches Herzstück aber ist das intelligente Einweben der privaten Geschichten in die Theaterprobe. Das Grimme-Preis-gekrönte Autoren-Ehepaar Zahn arbeitet vor allem mit Projektionen zwischen Knast-Alltag und Stück-Inhalt, zwischen den realen Vergehen der jugendlichen Straftäter und der moralischen Schuld der gespielten Rollen.“
Die WAZ schreibt: „Keine Angst: Sie haben sich für ein Kammerspiel, eine Theaterinszenierung im Fernsehen, entschieden, aber für eine atmosphärisch so dichte, so spannend erzählte, dass Sie in den 90 Minuten nicht eine Sekunde daran denken, in einen anderen Kanal rüber zu zappen.
Spannungsgeladen und ausgesprochen intelligent – kleinen Ausrutschern ins Klischeehafte wird verziehen – wird hier eine fiktive Geschichte erzählt. Die renommierten Drehbuchautoren Eva Zahn und Volker A. Zahn, die zuweilen auch Tatorte schreiben, haben sich im Vorfeld mit den Biografien junger Straftäter beschäftigt. So haben sie ein Sextett zusammengestellt, was unterschiedlicher nicht sein kann. Von Piotr (Wladimir Burlakov), einem Russen, der von einer geheimen Bruderschaft tyrannisiert wird, über den Neonazi Timo (Franz Dinda) bis zum fundamentalistischen Türken Faruk (Michael Keseroglu).
„Schurkenstück“ ist eine Glanzleistung des Fernsehens. Die Charaktere werden so intensiv gezeichnet, die jungen Schauspieler bieten ein so intensives Spiel, dass sie weit über das Ende des Films nachwirken.“
Auch die Filmkritikerin Monika Herrmann-Schiel findet für das Drama durchweg lobende Worte. Ihre von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) verbreitete Besprechung des Films kommt zum folgendem Schluss: „In Schurkenstück verschmelzen Theater und Fernsehen auf grandiose Weise. Spannungsgeladen und intelligent wird eine fiktive Geschichte erzählt, die grundlegende Wahrheiten erzählt mit Personen, die so intensiv gezeichnet und verkörpert sind, dass man noch nach Tagen glaubt, sie persönlich kennengelernt zu haben. Das ist dem exzellenten Drehbuch ebenso geschuldet wie der Regie und den Leistungen der jungen Schauspieler. Ihnen wurde viel abverlangt. Sie müssen nicht nur die Vielschichtigkeit ihrer Figuren darstellen, sondern auch zeigen wie sich die Knastjungs in ihren schauspielerischen Leistungen steigern. Wirken die Typen, die sie verkörpern, in ihrer Rohheit und Unberechenbarkeit fast wie wilde Tiere, erkennt man in ihnen nach und nach die Menschen mit ihren Wünschen, Träumen und verbauten Möglichkeiten. Gleichzeitig aber hält das Stück dem Betrachter den Spiegel vor. Nach Aristoteles und Lessing soll Theater zur Katharsis, der moralischen und religiösen Reinigung, führen. Schurkenstück weist den Zuschauern diesen Weg und ist dabei keine einzige Sekunde belehrend oder langweilig. Das ist großes Theater und großes Fernsehen in einem.“
Im Kulturmagazin "Scala" (WDR 5) resümiert der Filmkritiker Torsten Körner: „Sehr sehenswert. Einer der Filme des Jahres!"
Die ganze Sendung als Postcast unter: http://gffstream-3.vo.llnwd.net/c1/m/1282046061/radio/scala/wdr5_scala_20100817.mp3
Im Berliner „Tagesspiegel“ schreibt Thomas Gehringer: „Mit „Schurkenstück“ beweist das Autorenpaar Eva und Volker A. Zahn einmal mehr, dass sich aus dem Aufprall unterschiedlicher Welten spannendes, relevantes und zeitgemäßes Fernsehen entwickeln lässt. In „Ihr sollt euch niemals sicher sein“ (Grimme-Preis 2009), einem Film über einen vermeintlichen Amokläufer an einer Schule, war es der Konflikt der Generationen. In „Schurkenstück“ erscheint die Lage noch aussichtsloser. (…) Etwas für Theater-Feinschmecker ist die Tatsache, dass Lars Eidinger, wie Schüttler ein Star der Berliner Schaubühne, Fannys Lebensgefährten spielt. Die wichtigere Nebenrolle meistert allerdings Oliver Korittke. Er gibt den Sozialarbeiter Peter Kilian, der im Knast Fanny Dannewalds Ansprechpartner ist, ihr den Rücken freihält, gelegentlich den Kopf wäscht und wohl auch sonst noch gerne einiges für sie tun würde. Aber das ist nicht mehr als eine Andeutung in diesem nuancenreichen Film, der weniger ein Schurken- als ein Glanzstück des Fernsehens ist.“
Der Medienjournalist und mehrmalige Grimme-Preis-Juror Rainer Tittelbach schreibt in seinem Internetdienst tittelbach.tv („Der Fernsehfilm-Beobachter“): „Schurkenstück spiegelt nicht nur Wirklichkeit, sondern ist auch und vor allem ein Film, der mit den Mitteln des Kammerspiels und Ensemblestücks eine eindrucksvolle Intensität erreicht. Ein Blick in die Gesichter, die klare Choreographie des Raums, das Spiel mit Licht und Schatten auf der Seele – so können gespielte Theaterproben hoch spannend werden. Das „Auflösungssystem“ von Regisseur Torsten C. Fischer passt. Dramaturgisches Herzstück aber ist das intelligente Einweben der privaten Geschichten in die Theaterprobe. Das Grimme-Preis-gekrönte Autoren-Ehepaar Zahn arbeitet vor allem mit Projektionen zwischen Knast-Alltag und Stück-Inhalt, zwischen den realen Vergehen der jugendlichen Straftäter und der moralischen Schuld der gespielten Rollen.“
Die WAZ schreibt: „Keine Angst: Sie haben sich für ein Kammerspiel, eine Theaterinszenierung im Fernsehen, entschieden, aber für eine atmosphärisch so dichte, so spannend erzählte, dass Sie in den 90 Minuten nicht eine Sekunde daran denken, in einen anderen Kanal rüber zu zappen.
Spannungsgeladen und ausgesprochen intelligent – kleinen Ausrutschern ins Klischeehafte wird verziehen – wird hier eine fiktive Geschichte erzählt. Die renommierten Drehbuchautoren Eva Zahn und Volker A. Zahn, die zuweilen auch Tatorte schreiben, haben sich im Vorfeld mit den Biografien junger Straftäter beschäftigt. So haben sie ein Sextett zusammengestellt, was unterschiedlicher nicht sein kann. Von Piotr (Wladimir Burlakov), einem Russen, der von einer geheimen Bruderschaft tyrannisiert wird, über den Neonazi Timo (Franz Dinda) bis zum fundamentalistischen Türken Faruk (Michael Keseroglu).
„Schurkenstück“ ist eine Glanzleistung des Fernsehens. Die Charaktere werden so intensiv gezeichnet, die jungen Schauspieler bieten ein so intensives Spiel, dass sie weit über das Ende des Films nachwirken.“
Auch die Filmkritikerin Monika Herrmann-Schiel findet für das Drama durchweg lobende Worte. Ihre von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) verbreitete Besprechung des Films kommt zum folgendem Schluss: „In Schurkenstück verschmelzen Theater und Fernsehen auf grandiose Weise. Spannungsgeladen und intelligent wird eine fiktive Geschichte erzählt, die grundlegende Wahrheiten erzählt mit Personen, die so intensiv gezeichnet und verkörpert sind, dass man noch nach Tagen glaubt, sie persönlich kennengelernt zu haben. Das ist dem exzellenten Drehbuch ebenso geschuldet wie der Regie und den Leistungen der jungen Schauspieler. Ihnen wurde viel abverlangt. Sie müssen nicht nur die Vielschichtigkeit ihrer Figuren darstellen, sondern auch zeigen wie sich die Knastjungs in ihren schauspielerischen Leistungen steigern. Wirken die Typen, die sie verkörpern, in ihrer Rohheit und Unberechenbarkeit fast wie wilde Tiere, erkennt man in ihnen nach und nach die Menschen mit ihren Wünschen, Träumen und verbauten Möglichkeiten. Gleichzeitig aber hält das Stück dem Betrachter den Spiegel vor. Nach Aristoteles und Lessing soll Theater zur Katharsis, der moralischen und religiösen Reinigung, führen. Schurkenstück weist den Zuschauern diesen Weg und ist dabei keine einzige Sekunde belehrend oder langweilig. Das ist großes Theater und großes Fernsehen in einem.“
Im Kulturmagazin "Scala" (WDR 5) resümiert der Filmkritiker Torsten Körner: „Sehr sehenswert. Einer der Filme des Jahres!"
Die ganze Sendung als Postcast unter: http://gffstream-3.vo.llnwd.net/c1/m/1282046061/radio/scala/wdr5_scala_20100817.mp3


Bild © SWR/Schweigert
In Stuttgart und Umgebung wurde Anfang des Jahres ein SWR-TATORT aus der Feder von Eva Zahn und Volker A. Zahn gedreht. In dem Krimidrama „Die Unsichtbare“ ermitteln die Kommissare Thorsten Lannert (Richie Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) im Milieu von Menschen ohne Papiere, unter Ausländern also, die ohne Aufenthaltsberechtigung in Deutschland leben. Rechtlos, schutzlos, der Willkür von Arbeitgebern oder Vermietern ausgesetzt, führen schätzungsweise bis zu 1, 5 Millionen Menschen ohne Papiere ein unauffälliges Leben in ständiger Angst vor Entdeckung, sie sind besonders gesetzestreu, sie gehen zumeist mehreren Jobs gleichzeitig nach, und sie sind auf ein Netzwerk aus Helfern angewiesen, Menschen, die sie entweder aus humanitären Gründen unterstützen - oder sie schamlos ausbeuten, weil die Chancen der Rechtlosen, sich zu wehren, gleich null sind. Taya ist so eine Frau, sie hat in Deutschland studiert, sie ist zweifache Mutter, sie schlägt sich tapfer durch – und liegt eines Tages ermordet in einer Grünanlage der Schwaben-Metropole. Für die beiden TATORT-Kommissare werden die Ermittlungen zu einem Trip in die Parallelwelt der Papierlosen, sie treffen Helfer und Ausbeuter, und sie müssen Gewissenskonflikte zwischen dienstlichen Vorgaben und menschlichem Verständnis aushalten. Die Suche nach dem Mörder entpuppt sich zudem als ein Wettlauf gegen die Zeit, Nadjas Kinder sind spurlos verschwunden und schweben womöglich in Lebensgefahr…
Unter der Regie von Johannes Griesen spielen neben Richy Müller und Felix Klare u. a. Karl Kranzkowski, Florian Bartholomäi, Anita Vulesica, Martin Brambach, Ulrich Gebauer und Michael Sideris. Voraussichtlicher Ausstrahlungstermin für „Die Unsichtbare“ ist der 14. November 2010.
Ein Interview mit Volker A. Zahn zum neuen „Tatort“ und den Problemen von Menschen ohne Papiere unter: http://www.swr.de/kultur/film/illegal-in-deutschland/-/id=3240/nid=3240/did=5936232/uhqo29/index.html
Unter der Regie von Johannes Griesen spielen neben Richy Müller und Felix Klare u. a. Karl Kranzkowski, Florian Bartholomäi, Anita Vulesica, Martin Brambach, Ulrich Gebauer und Michael Sideris. Voraussichtlicher Ausstrahlungstermin für „Die Unsichtbare“ ist der 14. November 2010.
Ein Interview mit Volker A. Zahn zum neuen „Tatort“ und den Problemen von Menschen ohne Papiere unter: http://www.swr.de/kultur/film/illegal-in-deutschland/-/id=3240/nid=3240/did=5936232/uhqo29/index.html


Das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebene Skript „Mileva“ (greenskyfilms) ist vom Verband Deutscher Drehbuchautoren für den „Deutschen Drehbuchpreis 2011“ vorgeschlagen worden. „Um herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Drehbuchschreibens zu würdigen“ vergibt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien diese mit 30.000 Euro und einem Filmpreis in Gold prämierte Auszeichnung. Der Preis wird im Februar 2011 auf dem Berlinale-Empfang des Verbands Deutscher Drehbuchautoren vom Kulturstaatsminister vergeben.
Das Buch von Eva und Volker A. Zahn erzählt die dramatische Lebensgeschichte von Mileva Maric. Sie war die Frau an der Seite von Albert Einstein, seine große Liebe und sein „genialer Inspirator“. „Alles, was ich geschaffen und erreicht habe, habe ich Mileva zu verdanken“, schrieb Albert Einstein, aber die Würdigung dieser Lebensleistung gelang dem Physiker erst in der Rückschau. „Mileva“ erzählt die ganze Geschichte dieses kongenialen Gespanns, die Geschichte einer großen Liebe und ihres tragischen Scheiterns…
Das Buch von Eva und Volker A. Zahn erzählt die dramatische Lebensgeschichte von Mileva Maric. Sie war die Frau an der Seite von Albert Einstein, seine große Liebe und sein „genialer Inspirator“. „Alles, was ich geschaffen und erreicht habe, habe ich Mileva zu verdanken“, schrieb Albert Einstein, aber die Würdigung dieser Lebensleistung gelang dem Physiker erst in der Rückschau. „Mileva“ erzählt die ganze Geschichte dieses kongenialen Gespanns, die Geschichte einer großen Liebe und ihres tragischen Scheiterns…


Lisa Martinek und Charlotte Schwab sind wieder „Das Duo“. Die neueste Folge des ZDF-Samstagskrimis mit dem Arbeitstitel „Die Verführten“ wird noch bis zum 6. August 2010 in Hamburg und Lübeck gedreht. Es ist der dritte Film, den Eva Zahn und Volker A. Zahn für die von TV60 (Sven Burgemeister, Marcus Roth) produzierte Reihe geschrieben haben, Regie führt diesmal Peter Fratzscher.
Eine Bankangestellte wird erschlagen aufgefunden, und bei ihren Ermittlungen am Arbeitsplatz der Ermordeten blicken die beiden Hauptkommissarinnen in einen Abgrund aus Betrug, Hass und sexueller Erniedrigung. Besonders pikant für Hauptkommissarin Lisa Hertz: Sie ist im vierten Monat schwanger, und der Chef der Getöteten ist der Vater ihres noch ungeborenen Kindes. Sie lernt den Mann, mit dem sie eine kurze, aber heftige Affäre hatte, nun von einer ganz anderen Seite kennen. Gibt es eine gemeinsame Zukunft für das Paar? Im Zuge der Tätersuche überschlagen sich die Ereignisse, und am Ende weiß Lisa, dass man die Rechnung nie ohne den Mörder machen sollte…
In Episodenrollen spielen u. a. Roman Knitzka, Phillip Moog, Johannes Allmayer und Nina Kunzendorf, die redaktionelle Betreuung obliegt Günther van Endert. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
Eine Bankangestellte wird erschlagen aufgefunden, und bei ihren Ermittlungen am Arbeitsplatz der Ermordeten blicken die beiden Hauptkommissarinnen in einen Abgrund aus Betrug, Hass und sexueller Erniedrigung. Besonders pikant für Hauptkommissarin Lisa Hertz: Sie ist im vierten Monat schwanger, und der Chef der Getöteten ist der Vater ihres noch ungeborenen Kindes. Sie lernt den Mann, mit dem sie eine kurze, aber heftige Affäre hatte, nun von einer ganz anderen Seite kennen. Gibt es eine gemeinsame Zukunft für das Paar? Im Zuge der Tätersuche überschlagen sich die Ereignisse, und am Ende weiß Lisa, dass man die Rechnung nie ohne den Mörder machen sollte…
In Episodenrollen spielen u. a. Roman Knitzka, Phillip Moog, Johannes Allmayer und Nina Kunzendorf, die redaktionelle Betreuung obliegt Günther van Endert. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.


